was ist eine Alveolitis

Was ist Alveolitis

 

Diagnose der Alveolitis

Die Knochenbiopsie ist zwar die sicherste Diagnosemethode, aber nicht notwendig, denn meist genügt eine „Blickdiagnose“, auch ein Röntgen ist normalerweise nicht notwendig. Alveolitis bedeutet Zahnfachentzündung und ist eine seltene Komplikation nach Zahnverlust. Häufig werden noch andere Begriffe als Alveolitis verwendet, so findet man häufig noch morphologische Beschreibungen – hier ein paar Beispiele:

  • Alveolitis apicalis = Alveolitis periapicalis = Kieferknochenentzündung um die Wurzelspitze eines Zahnes

  • Alveolitis purulenta = eitrige Entzündung des Zahnfaches

  • Alveolitis sicca = trockene Zahnfachentzündung

  • u.v.a.

Die Alveolitis tritt meist nach einer Zahnentfernung ein, vor allem im Bereich der Seitenzähne des Unterkiefers bei Rauchern, auf. Schmerzen treten typischerweise zwei bis vier Tage nach dem Zahn ziehen auf, Ursache ist ein Zerfall und/oder Fehlen des Blutgerinnsels. Um die Wahrscheinlichkeit, dieser Komplikation, zu minimieren, ist es wichtig, dass das Knochenfach nach dem Zahn ziehen, ordentlich voll blutet. Wieso ist das wichtig? Das entstehende Blutgerinnsel schützt die Alveole, also den Kieferknochen (Zahnfach), vor dem Eindringen von Keimen aus der Mundhöhle, bis die Oberfläche der Wunde mit Schleimhaut überwachsen ist. Halten Sie sich also an Verhaltensregel und achtet der Zahnarzt, nach der Zahnentfernung, auf ein voll bluten des Zahnfaches, dann kann die Alveolitis sehr einfach vermieden werden.

Kann ich eine Alveolitis verhindern?

Ja und Nein, Sie können zur besseren Wundheilung beitragen, indem Sie sich an die Verhaltensregel halten:

  • kein eigenhändiges hantieren an der Wunde (vor dem Spiegel nachsehen)

  • Verzicht auf rauchen und Alkohol

  • Medikamenten Einnahme und Mundpflege, wie vom Arzt empfohlen, einhalten

Behandlung einer Alveolitis

Die Behandlung einer Alveolitis besteht in einer chirurgische Anfrischung der Wunde in Lokalanästhesie. Dadurch beseitigt man einerseits den infizierten Knochen, und durch die neu geschaffene Blutung kann sich ein neues Koagel bilden. Hartnäckige Fälle werden in der Regel mit einem Schleimhaut Lappen übernäht, eine Antibiotikagabe ist nicht angezeigt.

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